Das 5. „Demenz ist anders“ Onlinesymposium 2026: ein Perspektivwechsel, der trägt
Vom 9. bis 19. April 2026 findet online das 5. „Demenz ist anders“ Onlinesymposium statt und es ist als das größte Online Event zum Thema Demenz angekündigt. Der Zugang ist kostenlos. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die viele Menschen bewegt, manchmal leise, manchmal mit voller Wucht: Wie kann ein gutes Leben mit Demenz gelingen. Nicht nur irgendwie, nicht nur mit Durchhalten, sondern mit Würde, Verbindung, Verständnis und möglichst viel Lebensqualität.
Das Symposium setzt bewusst nicht auf trockene Theorie, sondern auf eine Mischung, die selten so konsequent zusammenkommt. Es gibt 33 neue Videointerviews mit einem weiten Spektrum an Stimmen, darunter Menschen mit Demenz, pflegende Angehörige sowie Fachleute aus Pflege, Wissenschaft, Therapie, Kunst, Architektur und gesellschaftlicher Gestaltung. Diese Gespräche werden als „kostbare Schätze“ beschrieben, weil sie nicht nur informieren, sondern berühren, entlasten und neue Möglichkeiten sichtbar machen. Dazu kommen mehrere Livecalls und die Einladung in eine lebendige Skool Onlinecommunity, damit aus Zuschauen auch Austausch entstehen kann.
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Anmeldung & Infos zum Demenz ist ANDERS Online-Symposium 5 *
Worum es inhaltlich geht und warum dieses Format so besonders ist
Das Symposium lädt zu einem neuen Verständnis von Demenz ein. Nicht als Abstiegsgeschichte, nicht als reines Defizit Denken, sondern als eine menschliche Erfahrung, die uns viel über Beziehung, Präsenz und ehrliche Begegnung lehrt. Gerade das ist für viele ein Schlüssel. Wer Demenz nur über Begriffe wie Verlust, Abbau oder „nicht mehr“ betrachtet, fühlt häufig Angst. Wer dagegen lernt, dem Menschen zu begegnen, der da ist, und nicht nur dem Symptom, erlebt oft etwas Unerwartetes: Verbindung wird wieder möglich.
Die Gespräche sind deshalb so wertvoll, weil sie mehrere Ebenen gleichzeitig bedienen. Sie geben praktische Anleitungen, etwa zur Kommunikation, zur Gestaltung von Lebensräumen oder zur Selbstfürsorge. Sie schenken berührende Geschichten, die Trost geben, weil man merkt, dass man nicht allein ist. Und sie zeigen Visionen einer achtsamen Gemeinschaft, in der Menschen mit Demenz nicht stigmatisiert, sondern selbstverständlich mitgedacht werden.
Für wen dieses Onlinesymposium besonders passend ist
Das Symposium spricht mehrere Gruppen sehr direkt an. Es ist gedacht für Menschen, die selbst mit einer Demenzdiagnose leben und die sich nicht auf Angst reduzieren lassen wollen, sondern nach Wegen suchen, mit mehr Leichtigkeit und Selbstbestimmung zu leben. Es richtet sich an pflegende Angehörige, die täglich tragen, organisieren, reagieren und oft zu wenig Zeit für sich selbst haben und die lernen möchten, mit mehr Verständnis, Gelassenheit und Selbstfürsorge durch diese Situation zu gehen. Es ist ebenso geeignet für Menschen, die Betroffene in der Familie, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft haben und die sich fragen, wie Kommunikation gelingen kann, ohne zu korrigieren, ohne zu beschämen und ohne die Beziehung zu verlieren. Und es ist ein Weiterbildungsraum für Menschen aus Pflege, Betreuung und sozialen Berufen, die ihren Horizont erweitern wollen und über viele Stunden Material aus der Praxis und aus innovativen Ansätzen bekommen.
Ein besonderer, sehr menschlicher Fokus steckt in dem Gedanken, dass Menschen mit Demenz Lehrmeister sein können. Nicht im romantisierenden Sinn, sondern in einem realen. Sie fordern uns heraus, Rollen und Konzepte loszulassen und uns wieder dem zuzuwenden, was echte Begegnung ausmacht: Blickkontakt, Tonfall, Körperhaltung, Vertrauen, Sicherheit, Zugehörigkeit.
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So läuft das Symposium ab und welche Vorteile das Online Format bringt
Die Teilnahme ist unkompliziert. Die Anmeldung dauert nur wenige Minuten, mit Name und E Mail Adresse. Danach erhalten Teilnehmende alle Infos per Mail und bleiben über die einzelnen Tage auf dem Laufenden. Jeder Beitrag steht am jeweiligen Tag für 24 Stunden frei zur Verfügung, innerhalb dieses Zeitfensters kann man ihn auch mehrfach ansehen. Das ist besonders hilfreich, weil viele Angehörige und Pflegekräfte nicht „live“ im klassischen Sinn planen können. Das Format nimmt Druck raus und ermöglicht Lernen im eigenen Tempo.
Wer später erneut auf Inhalte zugreifen möchte, kann ein Aufzeichnungspaket erwerben. Das wird digital geliefert und enthält alle Interviews und Audios in voller Länge dauerhaft. Der Kauf wird zugleich als Unterstützung verstanden, damit solche aufwändigen Herzensprojekte auch in Zukunft möglich bleiben.
Ein weiterer Vorteil ist der Gemeinschaftsaspekt. Neben dem Konsumieren gibt es eine Community, die sich austauscht und gegenseitig unterstützt. Gerade beim Thema Demenz kann das enorm entlastend sein, weil viele Menschen im Alltag isoliert sind, obwohl sie mitten in der Gesellschaft leben.
Der Gastgeber und die Vision hinter dem Symposium
Hinter dem Symposium steht Michael Hagedorn. Er beschreibt, dass er seine Arbeit mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen liebt und sich seit rund 20 Jahren intensiv mit dem Phänomen beschäftigt, das uns persönlich und gesellschaftlich spiegelt. Seine Vision ist eine liebevolle Gesellschaft, in der Menschen mit Demenz selbstverständlich dazugehören, ohne Ausgrenzung, ohne Stigmatisierung und ohne Kategorien, die mehr trennen als helfen. Er wünscht sich eine Gemeinschaft, in der jede Person so sein darf, wie sie ist, und genau dafür geschätzt wird.
Ein wichtiger Gedanke darin ist der Umgang mit Angst. Nicht als Feind, der verdrängt werden muss, sondern als kluger Ratgeber, der Hinweise geben kann, ohne zu lähmen. Michael Hagedorn sieht das Symposium als Beitrag, Vorurteile abzubauen und neue Bilder zu stärken, damit „gutes Leben mit Demenz“ nicht als Ausnahme, sondern als gestaltbare Realität gedacht wird.
Die 33 Interviews: Stimmen, die Demenz neu verständlich machen
Die Auswahl der Interviewpartnerinnen und Interviewpartner ist bewusst vielfältig. Es gibt Gespräche mit Menschen, die selbst mit Demenz leben, mit jungen pflegenden Angehörigen, mit Fachleuten aus Palliativ Care und Gerontopsychiatrie, mit Kunst und Musiktherapie, mit Architekturen für demenzsensible Räume, mit Organisationen, die neue Strukturen schaffen, und mit Stimmen zu Ethik, Selbstbestimmung und Sterben.
Zu den Interviewpartnern gehören unter anderem Michael Schmieder, der das Pflegeheim Sonnweid zu einer international führenden Demenz Einrichtung entwickelte und heute als Demenzexperte arbeitet, Dr. Stephan Kostrzewa, der das Konzept des „Therapeutischen Gammeln“ geprägt hat, und Dr. Michael Wunder, der zu Selbstbestimmung bei Demenz und ethischen Fragen gearbeitet hat. Es kommen außerdem Menschen zu Wort, die selbst eine Diagnose tragen, darunter Bernhard Nauli, Britta Flaig, Anton Punz, Jo Failer, Manfred Heigl und Peter Haverkamp. Diese Perspektiven sind oft besonders wirksam, weil sie zeigen, dass Leben mit Diagnose nicht nur Verlust ist, sondern auch Haltung, Mut, Humor, Würde und Klarheit enthalten kann.
Für Angehörige und ihre besondere Lebensrealität stehen Stimmen wie Lilly Ebneter, Lea Sophie König und Sonja Traxel, die sich unter anderem mit Selbstfürsorge, Empathie und Kommunikation auseinandersetzt. Organisations und Strukturebene werden unter anderem durch Anja Kälin von Desideria Care, Martin Mühlegg aus dem Umfeld von Demenzworld und Podium Demenz sowie Birgit Meinhard Schiebel als Vertreterin pflegender Angehöriger in Österreich sichtbar.
Lebensräume und Alltag werden konkret über Susanne Wagner mit demenzsensibler Innenarchitektur, Reiner Schmied mit betreutem Wohnen in Familien und Anna Schmeißer mit dem Patenschaftsprojekt für Demenz beleuchtet. Kunst und Ausdruck als Zugang werden durch Michael Ganß, Saskia Pförtner und Verena Staggl vertreten. Der Themenkomplex Sterben, Tod und ethische Fragen wird unter anderem über Claudia Cardinal, Dr. Raimund Klesse und Anke Feierabend geöffnet. Spezielle Perspektiven bringt außerdem der Tag mit Silke Reiß Naumann, Sarah Jane März und Dr. Anja Rutenkröger, unter anderem zu Demenz bei Menschen mit Behinderung oder Down Syndrom, ein Bereich, der oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Den Abschluss bildet der Schwerpunkt Kommunikation, mit Erich Schützendorf, Stephani Maser zur Validation nach Naomi Feil und Dr. Astrid Steinmetz mit „Kommunikation ohne Worte“. Genau hier liegt für viele Angehörige der größte Hebel, weil gute Kommunikation nicht nur Missverständnisse reduziert, sondern Beziehung und Würde schützt.
Das Tagesprogramm im Überblick: Themen, die sinnvoll aufgebaut sind
Das Symposium ist über elf Tage strukturiert, jeweils mit drei Beiträgen am Vormittag. Der Auftakt am Donnerstag, 9. April steht unter dem Thema Selbstbestimmung und startet um 09:00 Uhr mit Michael Schmieder, um 10:00 Uhr mit Dr. Stephan Kostrzewa und um 11:00 Uhr mit Dr. Michael Wunder. Am Freitag, 10. April folgt der Fokus Leben mit Demenz, mit Bernhard Nauli um 09:00 Uhr, Britta Flaig um 10:00 Uhr und Anton Punz um 11:00 Uhr.
Der Samstag, 11. April widmet sich jungen Pflegenden, mit Lilly Ebneter um 09:00 Uhr, Lea Sophie König um 10:00 Uhr und Sonja Traxel um 11:00 Uhr. Am Sonntag, 12. April geht es um Organisationen, mit Anja Kälin um 09:00 Uhr, Martin Mühlegg um 10:00 Uhr und Birgit Meinhard Schiebel um 11:00 Uhr. Der Montag, 13. April setzt bei Lebensräumen an, mit Susanne Wagner um 09:00 Uhr, Reiner Schmied um 10:00 Uhr und Anna Schmeißer um 11:00 Uhr.
Der Dienstag, 14. April öffnet Kunst und Demenz, mit Michael Ganß um 09:00 Uhr, Saskia Pförtner um 10:00 Uhr und Verena Staggl um 11:00 Uhr. Der Mittwoch, 15. April thematisiert Sterben und Tod, mit Claudia Cardinal um 09:00 Uhr, Dr. Raimund Klesse um 10:00 Uhr und Anke Feierabend um 11:00 Uhr.
Am Donnerstag, 16. April folgen Perspektiven zu Leben mit Demenz und Assistenz sowie Demenz bei Behinderung, mit Silke Reiß Naumann um 09:00 Uhr, Sarah Jane März um 10:00 Uhr und Dr. Anja Rutenkröger um 11:00 Uhr. Der Freitag, 17. April legt den Schwerpunkt auf Menschen mit Demenz als Aktivisten in eigener Sache, mit Jo Failer um 09:00 Uhr, Manfred Heigl um 10:00 Uhr und Peter Haverkamp um 11:00 Uhr.
Der Samstag, 18. April trägt den Titel Kulturräume und bringt Katrin Fritz um 09:00 Uhr, Peter Wißmann um 10:00 Uhr und Sümeyra Öztürk um 11:00 Uhr, unter anderem zur Frage, wie Demenz und Migration zusammen gedacht werden kann. Der Sonntag, 19. April schließt mit Kommunikation, mit Erich Schützendorf um 09:00 Uhr, Stephani Maser um 10:00 Uhr und Dr. Astrid Steinmetz um 11:00 Uhr.
Diese Abfolge ist nicht zufällig, sie wirkt wie eine Reise. Von Grundfragen der Selbstbestimmung über persönliche Erfahrungen und Angehörigenperspektiven hin zu Strukturen, Lebensräumen, Ausdruckswegen, Grenzthemen wie Tod und Sterben und schließlich zu Kommunikation, also dem konkreten Handwerkszeug im Alltag.
Warum dieses Symposium vielen Menschen wirklich hilft
Für Angehörige ist es häufig nicht das eine perfekte Konzept, das Erleichterung bringt, sondern ein Bündel aus Verständnis, Sprache, Ideen und dem Gefühl, nicht allein zu sein. Genau das liefert ein Symposium, das Betroffene, Angehörige und Fachwelt nicht trennt, sondern zusammenbringt. Wer Menschen mit Demenz begleitet, lernt oft durch Versuch und Irrtum. Dieses Format kann Abkürzungen liefern, indem es Erfahrung verdichtet, Perspektiven erweitert und neue Wege zeigt, die respektvoller, liebevoller und zugleich praktischer sind.
Für Menschen mit Diagnose kann es ein Gegenbild zur reinen Defiziterzählung sein. Es macht Mut, weil es zeigt, dass Würde und Lebensqualität nicht einfach verschwinden müssen. Für Fachkräfte kann es eine Weiterbildung sein, die nicht nur Methoden liefert, sondern Haltung. Und für alle anderen kann es ein tiefer Perspektivwechsel sein, der das eigene Bild von Demenz langfristig verändert.
Einladung zum Mitmachen, ohne Druck
Das Onlinesymposium ist kostenfrei, zeitlich flexibel und so aufgebaut, dass es sich gut in den Alltag integrieren lässt. Wer sich darauf einlässt, bekommt keine schnellen Parolen, sondern echte Begegnung, konkrete Impulse und eine Gemeinschaft, die trägt. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieses Events: Ein gutes Leben mit Demenz ist nicht nur möglich, es ist gestaltbar, wenn wir bereit sind, anders hinzusehen, anders zuzuhören und uns gegenseitig als Menschen zu begegnen
Hinweis: Über die Namen der Speaker gelangst du zu weiteren Informationen und Angeboten. Einige dieser Links sind Affiliate-Links.
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