Es gibt Verluste, die das eigene Leben in ein Davor und ein Danach teilen. Ein geliebter Mensch fehlt plötzlich. Der Alltag geht weiter, aber innerlich steht die Welt still. Menschen fragen, wie es einem geht, doch manchmal gibt es keine Worte, die wirklich beschreiben können, was Trauer bedeutet.
Genau an diesem empfindsamen Punkt setzt der Online-Kongress „Wenn Liebe bleibt“ an. Vom 25. bis 29. Juni 2026 öffnet dieser kostenfreie Kongress einen geschützten Raum für Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben, und für alle, die Trauernde begleiten möchten.
Es geht nicht darum, Trauer schnell zu überwinden. Es geht auch nicht darum, stark sein zu müssen oder den Schmerz wegzudrücken. Vielmehr lädt dieser Kongress dazu ein, Trauer als Teil des eigenen Weges anzunehmen, liebevoll hinzuschauen und neue Formen von Halt, Hoffnung und innerer Orientierung zu finden. 🕯️
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Ein Kongress für Menschen, deren Welt sich verändert hat
Wer einen nahestehenden Menschen verliert, erlebt oft mehr als nur Traurigkeit. Ein Verlust kann das gesamte Leben erschüttern. Plötzlich fühlt sich vieles fremd an. Die vertraute Ordnung bricht weg. Dinge, die früher selbstverständlich waren, erscheinen unwichtig oder kaum noch zu bewältigen.
Viele Trauernde kennen dieses Gefühl, irgendwie zu funktionieren, während innerlich alles leer ist. Man erledigt vielleicht Aufgaben, beantwortet Nachrichten, steht morgens auf, aber das Herz kommt nicht hinterher. Der Alltag läuft weiter, doch in einem selbst ist Stillstand.
Der Kongress „Wenn Liebe bleibt“ spricht genau diese Erfahrung an. Er richtet sich an Menschen, die spüren: Ich brauche keinen schnellen Trost. Ich brauche jemanden, der nicht wegschaut. Jemanden, der versteht, dass Trauer nicht nach ein paar Wochen erledigt ist. Jemanden, der Raum gibt für Schmerz, Liebe, Erinnerung und Sehnsucht.
Denn Trauer bedeutet nicht nur, jemanden verloren zu haben. Trauer bedeutet auch, mit einer Liebe weiterzuleben, die keinen sichtbaren Ort mehr hat.
Wenn die Sehnsucht größer ist als jedes „Es wird schon“
Viele gut gemeinte Sätze erreichen Trauernde nicht wirklich. „Es wird besser.“ „Die Zeit heilt alle Wunden.“ „Du musst nach vorne schauen.“ Solche Worte können sogar verletzen, wenn sie zu früh kommen oder den Schmerz kleinreden.
Denn manchmal will man nicht, dass es einfach „besser“ wird. Man will zurück. Zurück zu dem Menschen. Zurück zu einem Moment, bevor alles anders wurde. Zurück in ein Leben, das noch vollständig schien.
Der Kongress nimmt diese Sehnsucht ernst. Er lädt nicht dazu ein, den Verlust zu vergessen. Im Gegenteil: Er zeigt Wege, wie Erinnerung bleiben darf, ohne dass der Schmerz das ganze Leben verschlingt. Wie Liebe weiter einen Platz haben kann. Wie man langsam wieder Halt findet, ohne den verstorbenen Menschen innerlich loslassen zu müssen.
Das ist eine wichtige Botschaft: Weiterleben bedeutet nicht Verrat. Hoffnung bedeutet nicht Vergessen. Und neue Wärme im Leben bedeutet nicht, dass die Liebe weniger geworden ist. 🤍
Worum geht es beim Kongress „Wenn Liebe bleibt“?
Der Online-Kongress verbindet persönliche Erfahrungen, fachliches Wissen, seelsorgerliche Impulse und praktische Begleitung. Die Teilnehmer erhalten Interviews und Beiträge von Experten, Betroffenen, Trauerbegleitern, Autoren, Therapeuten, Coaches und Menschen, die selbst tiefe Verluste erlebt haben.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Wie kann ich mit einem Verlust weiterleben, der alles verändert hat?
- Wie finde ich wieder Halt im Alltag, wenn innerlich alles wankt?
- Wie kann ich Erinnerungen bewahren, ohne im Schmerz gefangen zu bleiben?
- Wie gehe ich mit Erschöpfung, Leere, Wut, Schuldgefühlen oder Sehnsucht um?
- Wie können Trauernde begleitet werden, ohne sie mit Floskeln oder Erwartungen zu überfordern?
- Wie kann Hoffnung wieder wachsen, ohne den Verlust zu verdrängen?
Der Kongress möchte keine einfachen Antworten auf ein schweres Thema geben. Stattdessen bietet er liebevolle Impulse, Verständnis, Orientierung und konkrete Hilfen für den eigenen Trauerweg.
Trauer braucht Raum, Zeit und Menschen, die bleiben
Ein wichtiger Gedanke dieses Kongresses ist: Trauer ist kein Problem, das schnell gelöst werden muss. Sie ist ein Weg, der gegangen werden darf. In eigenem Tempo. Mit Pausen. Mit Rückschritten. Mit Tagen, an denen gar nichts geht. Und mit Momenten, in denen vielleicht plötzlich wieder ein kleines Licht spürbar wird.
Viele Trauernde fühlen sich nach einiger Zeit allein. Am Anfang fragen Menschen noch nach. Später wird erwartet, dass man wieder funktioniert. Doch Trauer hält sich nicht an Kalender. Sie kommt in Wellen. Manchmal leise, manchmal überwältigend.
„Wenn Liebe bleibt“ schenkt diesem Prozess Aufmerksamkeit. Der Kongress möchte Menschen daran erinnern, dass sie mit ihrer Trauer nicht falsch sind. Dass sie nicht zu langsam sind. Dass sie nicht erklären müssen, warum es immer noch weh tut. Und dass es Orte geben darf, an denen Schmerz, Liebe und Erinnerung gemeinsam da sein dürfen.
Auch für Menschen, die Trauernde begleiten
Der Kongress richtet sich nicht nur an Menschen, die selbst trauern. Er ist auch für Angehörige, Freunde, Partner, Begleiter, Seelsorger, Pädagogen oder Menschen gedacht, die jemandem in einer schweren Zeit beistehen möchten.
Denn auch das Begleiten von Trauer kann verunsichern. Viele möchten helfen, wissen aber nicht wie. Sie haben Angst, das Falsche zu sagen. Sie wollen Trost spenden, merken aber, dass Worte oft nicht reichen. Manche ziehen sich aus Hilflosigkeit zurück, obwohl gerade Nähe so wichtig wäre.
Der Kongress zeigt, dass Begleitung nicht bedeutet, perfekte Antworten zu haben. Oft ist es viel wichtiger, einfach da zu sein. Zuhören. Aushalten. Nicht bewerten. Nicht drängen. Nicht vorschnell trösten.
Gerade stille Präsenz kann für Trauernde ein sicherer Anker sein. Wer versteht, was Trauernde wirklich brauchen, kann liebevoller, ruhiger und klarer begleiten.
Themen, die im Kongress berührt werden
Die Speaker bringen ganz unterschiedliche Perspektiven mit. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Blick auf Trauer, Verlust und Weiterleben.
Zu den Themen gehören unter anderem:
- Trauer im Alltag und die Frage, wie man wieder Struktur und Halt findet
- Trauer in Partnerschaft und Familie
- Kindertrauer und Jugendtrauer
- Trauer in Kita, Schule und Unternehmen
- Männertrauer und unterschiedliche Ausdrucksformen von Schmerz
- Körper, Bewegung und Regulation in Trauerzeiten
- Resilienz, innere Stabilität und emotionale Sicherheit
- Erinnerungskultur und bewusster Abschied
- Vergebung, Glaube, Sinnfragen und spirituelle Orientierung
- Traumatische Verluste und psychologische Begleitung
- Musik, Singen und kreative Ausdrucksformen als Ventil
- Erbrechtliche Vorsorge und familiäre Entlastung
Diese Themen zeigen, wie umfassend Trauer das Leben berühren kann. Sie betrifft nicht nur das Herz, sondern auch Körper, Alltag, Beziehungen, Beruf, Familie, Glauben, Zukunftsbilder und das eigene Selbstverständnis.
Die Speaker beim Kongress „Wenn Liebe bleibt“
Beim Kongress kommen zahlreiche erfahrene Experten und Betroffene zusammen. Mit dabei sind unter anderem:
Ilenia Ragatuso, Marga Bielesch, Arne Kopfermann, Verena Michaelis, Alix Puhl, Pia Wick, Lilli Heinze, Dr. Martin Kreuels, Christine Kempkes, Olivia Hornsmann, Katharina Hüsch, Roland Kachler, Verena Finkenberger, Ulrich Schaffer, Sarah Mergenthaler, Dr. Fabian Vogt, Cathrin Hoch, Carolin Habekost, Kati Siemens, Hendrik Lind, Benni Bauerdick, Jana de Vries, Jessica Beitzel, Anne Löwen, Jennifer Otte, Daniel Georg-Stoklossa, Regina Neufeld und Mechthild Schroeter-Rupieper.
Sie alle bringen eigene Erfahrungen, fachliches Wissen oder besondere Zugänge zur Trauerbegleitung mit. Manche sprechen aus persönlicher Betroffenheit. Andere aus therapeutischer, seelsorgerlicher, pädagogischer, rechtlicher oder kreativer Perspektive.
Gerade diese Mischung macht den Kongress wertvoll. Denn Trauer ist nicht eindimensional. Was dem einen Menschen hilft, kann für einen anderen unpassend sein. Der Kongress eröffnet verschiedene Wege und lässt Raum, das zu finden, was gerade wirklich trägt.
Jana de Vries: Die Initiatorin hinter dem Kongress
Hinter dem Kongress steht Jana de Vries. Sie ist verheiratet, Mutter von vier Kindern und selbst Mutter eines Himmelskindes. Ihre Erfahrung mit Trauer ist nicht theoretisch. Sie kennt den tiefen Bruch, den ein Verlust in ein Leben bringen kann.
Aus dieser persönlichen Geschichte heraus ist ihr Wunsch entstanden, anderen Menschen einen Raum zu schenken, in dem sie sich gesehen, verstanden und getragen fühlen. Jana verbindet eigene Erfahrung mit ihrem Weg in der Trauerbegleitung und Seelsorge. Ihr Anliegen ist es, Menschen nicht mit schnellen Antworten abzuspeisen, sondern sie behutsam zu begleiten.
Ihre Botschaft ist warm und klar: Niemand muss den Weg der Trauer allein gehen. Schmerz lässt sich nicht einfach wegnehmen. Aber das Gefühl, damit allein zu sein, kann leichter werden, wenn Menschen da sind, die mitfühlen und bleiben.
Warum dieser Kongress so wichtig ist
Trauer wird in unserer Gesellschaft oft an den Rand gedrängt. Sie passt nicht gut in einen Alltag, der auf Leistung, Tempo und Funktionieren ausgerichtet ist. Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit Trauer umgehen sollen – weder mit der eigenen noch mit der Trauer anderer.
Doch genau deshalb braucht es Räume wie diesen Kongress. Räume, in denen Trauer nicht erklärt, entschuldigt oder beschleunigt werden muss. Räume, in denen Menschen ehrlich sagen dürfen: Es tut weh. Ich vermisse. Ich weiß nicht weiter. Ich bin erschöpft. Ich sehne mich nach Frieden.
„Wenn Liebe bleibt“ erinnert daran, dass Trauer nicht nur Dunkelheit ist. Sie ist auch ein Ausdruck von Liebe. Wer trauert, hat geliebt. Und diese Liebe bleibt, auch wenn sich ihre Form verändert.
Der Kongress kann helfen, diese Liebe neu einzuordnen. Nicht als Last, sondern als Verbindung. Nicht als etwas, das überwunden werden muss, sondern als etwas, das einen neuen Platz finden darf.
Was Teilnehmer vom Kongress mitnehmen können
Teilnehmer dürfen sich auf liebevolle Impulse, berührende Gespräche und praktische Orientierung freuen. Der Kongress kann dabei unterstützen, Gefühle besser zu verstehen, den eigenen Trauerweg anzunehmen und kleine Schritte in Richtung innerer Stabilität zu gehen.
Mögliche Erkenntnisse können sein:
- Du darfst trauern, ohne dich rechtfertigen zu müssen.
- Du musst nicht stark sein, um wertvoll zu sein.
- Deine Liebe darf bleiben.
- Hoffnung darf wachsen, ohne dass du den verlorenen Menschen vergisst.
- Auch kleine Schritte sind Schritte.
- Begleitung braucht keine perfekten Worte, sondern ein offenes Herz.
Gerade für Menschen, die sich erschöpft, unverstanden oder innerlich allein fühlen, kann dieser Kongress ein wichtiger Anker sein.
Kostenlose Teilnahme am Online-Kongress
Der Kongress „Wenn Liebe bleibt“ findet vom 25. bis 29. Juni 2026 online statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmer im Kongresszeitraum Zugang zu den Interviews und Impulsen.
Die Anmeldung ist möglich unter:
Da der Kongress online stattfindet, kann man bequem von zu Hause aus teilnehmen. Gerade bei einem sensiblen Thema wie Trauer kann das wohltuend sein. Man muss nirgendwo hinfahren, niemandem etwas erklären und kann die Inhalte in einem geschützten Rahmen auf sich wirken lassen.
Fazit: Wenn Liebe bleibt, darf auch Hoffnung wieder wachsen
„Wenn Liebe bleibt“ ist mehr als ein Online-Kongress. Es ist eine Einladung an Menschen, die einen Verlust erlebt haben, sich nicht länger allein mit ihrem Schmerz zu fühlen. Es ist ein Raum für Trauer, Erinnerung, Liebe, Hoffnung und vorsichtige neue Schritte.
Der Kongress macht Mut, Trauer nicht zu verstecken. Er zeigt, dass Weiterleben möglich ist, ohne den verlorenen Menschen aus dem Herzen zu verlieren. Und er erinnert daran, dass Liebe nicht endet, nur weil ein Mensch nicht mehr sichtbar an unserer Seite ist.
Für Trauernde kann dieser Kongress Trost, Halt und Orientierung schenken. Für Begleitende kann er helfen, sicherer, liebevoller und präsenter da zu sein. Und für alle, die spüren, dass Trauer mehr Raum und Verständnis braucht, ist „Wenn Liebe bleibt“ ein wertvoller Ort der Begegnung. 🌿
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